Wenn es die Ozonschicht und das Ozon in der Luft wären, was zum Teufel würde sich dadurch verändern?

Eine neue Studie hat gemessen, wie viel Ozon in der Atmosphäre zum Energiehaushalt des Planeten beiträgt, nämlich zur Wärmestabilität, die durch das empfangene Sonnenlicht auf eine Weise abgegeben wird, die sich auf die Temperaturen der Erde auswirkt. Es gibt viele verschiedene Dinge, die dieses Gleichgewicht beeinflussen, und Es stellt sich heraus, dass der Planet wahrscheinlich kälter wird, wenn man das Ozon entfernt.

Die Studie verwendet ein Erdklimamodell, um zu erklären, wie sich verschiedene atmosphärische Zusammensetzungen auf den Energiehaushalt auswirken, und besagt, dass mit abnehmendem Ozonmaß auch die Durchschnittstemperatur des Planeten abnimmt. Bei nahezu Null-Ozon wird der Planet 3,5 °C kühler sein als heute, und die Temperatur scheint sich denen der letzten Eiszeit anzunähern. Dieses Modell erfordert jedoch, dass die bestehende Kohlendioxid-Maßnahme gleich bleibt.

Der Energiehaushalt lässt sich ganz einfach wie folgt beschreiben: Die Sonne erwärmt die Erde und unser Planet strahlt diese Wärme zurück in den Weltraum. Aber nicht die gesamte Kraft wird zurückgestrahlt. Ozean, Boden und Atmosphäre absorbieren einen Teil dieser Wärme, fangen sie ein und strahlen den Rest in den Weltraum ab. Die Zusammensetzung der Atmosphäre beeinflusst, wie viel der von der Oberfläche abgegebenen Wärme wieder in den Weltraum entweicht. Beispielsweise haben vor allem Treibhausgase zur wachsenden Klimakrise geführt, weil sie Wärme so effektiv speichern.

Ozon ist technisch gesehen ebenfalls ein Treibhausgas, seine positiven oder negativen Auswirkungen auf den Stromhaushalt hängen jedoch weitgehend davon ab, wo es sich befindet. Der geeignetste Standort dafür ist die sogenannte Ozonschicht in der Atmosphäre. Diese Region liegt etwa 50 Kilometer in der Stratosphäre und schützt das Leben auf der Erde vor dem gefährlichen ultravioletten Licht der Sonne. Aber die Tatsache, dass sich Ozon im Umkreis von 20 Kilometern befindet, ist schrecklich, da es Wärme absorbiert und als reines Treibhausgas wirkt. In tieferen Höhen hilft es unserem Planeten, indem es Schadstoffe wieder entfernt, und in Bodennähe saugt es wiederum, da es bei der Nebelbildung eine Rolle spielt.

Manchmal der Held, manchmal der „Bösewicht“

Ozon kann für uns die Rolle eines Helden oder eines bösen Mannes spielen, je nachdem, wo es sich wirklich befindet. Angesichts der Tatsache, dass wir im letzten Jahrhundert so viel von der Ozonschicht zerstört haben, könnte man meinen, dass die Erkenntnis, dass der Ozonabbau unseren Planeten abkühlen wird, irgendwie eine gute Nachricht für die Klimakrise ist. Obwohl die Hautkrebsrate mit sinkendem Ozon steigt, kann man natürlich davon ausgehen, dass wir eine noch schlimmere Klimakrise verhindert haben. Leider ist diese Absicht nicht unbedingt wahr.

Chemikalien, die die Ozonschicht zerstören, wie zum Beispiel Fluorchlorkohlenwasserstoffe, können Wärme zehntausendmal besser speichern als Kohlendioxid. Ihr Verbot durch das Montrealer Protokoll im Jahr 1987 und die Ernstnahme dieser Gefahr durch alle Länder der Welt haben zu wertvollen Verzögerungen beim Abschmelzen des arktischen Eises geführt. Daher wäre die Klimakrise noch viel schlimmer ausgefallen, wenn es nicht die Bemühungen gegeben hätte, die Ozonschicht der Welt zu retten. Darüber hinaus begann sich dank dieser Maßnahmen die Ozonschicht zu verschönern.

Der Artikel, der einen ozonfreien Planeten beschreibt, wurde zur Veröffentlichung in Climate of the Past angenommen und befindet sich derzeit auf dem Preprint-Server arXiv.

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