Fake-Telegram-Alarm im Google Play Store: Steckt die chinesische Regierung dahinter?

Laut einer neuen Kaspersky-Untersuchung waren mehrere ungültige Telegram-Apps im Google Play Store verfügbar, Teil einer Operation, die möglicherweise von China unterstützt wurde. Die Anwendungen, die versprachen, schneller zu sein als die ursprüngliche Telegram-Anwendung, sahen bei ihrer Veröffentlichung fast identisch aus, aber die Forscher stellten erhebliche Unterschiede in ihren Codes fest.

Telegram ist auf der ganzen Welt bekannt, insbesondere in China, da Behörden nicht auf verschlüsselte Nachrichten zugreifen können und Benutzer daher weitgehend vor Informationslecks geschützt sind.

Diese Klonanwendungen, die im Vergleich zur Originalanwendung nur minimale Änderungen aufwiesen, konnten die Sicherheitskontrollen von Google umgehen und in die Telefone der Opfer eindringen. Wichtige Änderungen am Code ermöglichen den Zugriff auf die persönlichen Daten der Benutzer, einschließlich ihrer Identitäten, Spitznamen, Namen und Telefonnummern. Gefälschte Anwendungen können außerdem den Inhalt von Nachrichten, Chat-/Kanaltitel und -identitäten sowie den Namen und die Identität des Absenders aus eingehenden Nachrichten sammeln.

Es scheint, dass China besonders anfällig für Angriffe dieser gefälschten Software ist. Dem Land wurde in den letzten Jahren Massenüberwachung und Unterdrückung seiner muslimischen ethnischen Minderheiten, darunter Uiguren und Kasachen, vorgeworfen, und einige glauben, dass diese Praktiken aus diesem Grund eingesetzt wurden.

Google gab bekannt, dass fünf Anwendungen, darunter eine, die mehr als 10 Millionen Mal heruntergeladen wurde, aus dem Play Store entfernt wurden.

Benutzer können eine Reihe von Maßnahmen ergreifen, um sich vor ungültigen Anwendungen zu schützen. Laden Sie beispielsweise nur Anwendungen von sicheren Entwicklern herunter und überprüfen Sie einige Details wie den Namen des Entwicklers. Die Aktualisierung der Anwendungs- und Betriebssystemversionen ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, um Sicherheitslücken zu verringern.

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